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Eltern die Ihr Kind betreuen (müssen) entschädigt werden

Verdienstausfälle die erwerbstätige Eltern erleiden, weil sie, aufgrund Schließung von Schulen oder Kitas wegen der Corona-Pandemie, ihre Kinder betreuen, sollen abgemildert werden. Anspruchsberechtigt sind Sorgeberechtigte von Kindern, die das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben, oder behindert sind.

Wer eine Entschädigung beanspruchen möchte, muss nachweisen, dass im Zeitraum der Schließung keine andere zumutbare Betreuungsmöglichkeit für das Kind sichergestellt werden kann (Großeltern zählen hier nicht dazu, da sie zur Risikogruppe zählen). Ein Anspruch auf Entschädigung besteht nicht, wenn die Arbeitszeit eines Sorgeberechtigten Elternteils aufgrund von Kurzarbeit verkürzt ist, ihm noch Zeitguthaben zustehen oder er im Homeoffice arbeiten kann. Die Entschädigung ist auf längstens 6 Wochen und der Höhe nach auf 67% des dem erwerbstätigen Sorgeberechtigten entstanden Verdienstausfalls beschränkt. Sie gilt als steuerfreie Leistung, wird aber bei der Ermittlung der Höhe des Steuersatztes berücksichtigt (Progressionsvorbehalt) (Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von

nationaler Tragweite v. 27.03.2020, BGB1 I, 587)