AKTUELLES

Neues zum Kurzarbeitergeld

Nicht neu ist, das ein Arbeitnehmer grundsätzlich der Anordnung von Kurzarbeit zustimmen muss. Wird Kurzarbeit vom Arbeitgeber eingeführt, dann erhält der Arbeitnehmer für die ausgefallene Arbeitszeit 60% bzw. mit Kindern im Haushalt 67% seiner hierauf entfallenden Nettoeinkünfte. Neu ist hier:

Wird die Arbeitszeit um mindestens 50% reduziert, erhöht sich ab dem 4.Monat das Kurzarbeitergeld (KuG) auf 70% bzw. mit Kindern auf 77% des üblichen Nettoeinkommens.
Ab dem 7.Monat beträgt es dann, unter den gleichen Voraussetzungen, 80% bzw. 87%. Diese Sonderregelung gilt bis 31.12.2020.
Neu ist außerdem, dass während der Kurzarbeit bis zu Höhe des üblichen Nettoeinkommens durch eine Nebentätigkeit hinzuverdient werden kann.
(Artikel auf Grundlage DStR 2020 Heft 19. Report von Michael Eckert. Herr Eckert ist Rechtsanwalt/FA für Arbeitsrecht in der bundesweit im Arbeits- und Wirtschaftsrecht tätigen Heidelberger Kanzlei Eckert & Kollegen.)