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Wann gelten Onlineverkäufe als gewerblicher Handel

Im Internethandel kann sich ein Privatverkauf (regelmäßig steuerfrei) zu einem gewerblichen Handel entwickeln. Kriterien für so eine Umwandlung sind:


Dauer und Intensität der Verkaufsaktivitäten, Höhe des erzielten Entgelt, regelmäßige Verkäufe über längere Zeiträume (durchschnittlich 30 Verkäufe in einem Monat), planmäßiges Tätigwerden (z.B. gezieltes Ankaufen von Gegenständen zum Weiterverkauf…), Anbieten von Neuware oder vielen gleichartigen Gegenständen, professioneller Auftritt im Internet (Werbung, Shop…), Verkauf für Dritte.

Je mehr dieser Kriterien erfüllt sind, umso wahrscheinlicher liegt ein gewerblicher Handel vor, der beim Finanzamt anzumelden ist. Das Finanzamt hat inzwischen Analyseprogramme, die solche Verkäufer im Web aufspüren.
Die einstufung in den gewerblichen Handel hat steuerliche Folgen bei der Einkommensteuer, Umsatzsteuer und der Gewerbesteuer. (StBK Stgt, Pressemitteilung 23/2018 v. 05.12.2018 )